Street Art - Wat soll'n dit sein?

Also malen nach Zahlen auf dem Bürgersteig ist es nicht. Vielmehr sehen Street Artisten die Strasse bzw. den öffentlichen Raum als eine riesige "Freiluftkunsthalle", die es zu erobern gilt. Mit ungewöhnlichen Methoden gehen sie in Opposition zu den riesigen Werbe-

flächen, zig Quadratmeter großen Plastikfolien an Gerüsten und 

zuplakatierten U-Bahn-Stationen. Und das mit ungewöhnlichen Mitteln. Paket-aufkleber eignen sich hervorragend zum Fertigen von Minibildern, mit Liebe zum Detail werden Stencils aus Zeitungspapier ausgeschnitten, Figuren entworfen, geklebt und dekoriert. Ganze Szenerien werden vorsichtig an Hauswände geklebt und dem aufmerksamen Spaziergänger dargeboten. Aber ihre Wahrnehmung ist flüchtig und ihr Dasein noch viel flüchtiger. Ein Regen mit Sturm und schon sind sie verwaschen und dahin. Einen Herbst oder gar Winter überstehen sie nicht. Ein Grund mehr sie zu dokumentieren und ihnen so eine Wertschätzung entgegen zu bringen. Street Art wird es vielleicht nicht ins Museum schaffen, aber an die Aussenwand mit Sicherheit - und, seien wir ehrlich: da lebt sie, da gehört sie hin.

 

 

 

 

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Lektüre: Street Art

An Street Art und Graffiti beißt sich die Kunstgeschichte die Zähne aus. Wer dieses Buch liest, ist klar im Vorteil. Street Art wird in unterschiedlichen Dimensionen und Betrachtungsweisen dargestellt. Einfach toll! Das Buch im handlichen Pocket-Format (287 S. und toll bebildert) kann über Amazon bestellt werden.